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Ratgeber · Prüfung

E-Check: Kosten, Pflicht, Ablauf

Was ein E-Check kostet, ob Vermieter ihn machen müssen, was geprüft wird und wann eine Prüfung vor Umbauten sinnvoll ist.

Stand: 09. Oktober 20265 Min. LesezeitVon der Redaktion der Jagiera Bau GmbH, Elektro-Meisterbetrieb in BerlinFachlich geprüft von Tomasz Gawlik, Elektromeister
Das Wichtigste in Kürze
  • E-CHECK ist ein Prüfsiegel des Elektrohandwerks (ZVEH), keine eigene gesetzliche Vorschrift.
  • Für selbst genutzte Wohnungen besteht keine Pflicht; Vermieter müssen für einen sicheren Zustand sorgen.
  • Branchenportale nennen 120–220 € für eine Wohnung und 180–380 € für ein Einfamilienhaus.

Kurze Antwort

Beim E-Check prüft eine Elektrofachkraft die elektrische Anlage durch Sichtprüfung und Messungen und dokumentiert das Ergebnis. Für Eigentümer, die selbst wohnen, ist er freiwillig. Vermieter haben keine ausdrückliche gesetzliche Prüfpflicht, aber eine Verantwortung für den sicheren Zustand; eine dokumentierte Prüfung ist dafür der beste Nachweis. Die Kosten liegen laut Branchenportalen bei etwa 120 bis 380 €.

Was beim E-Check geprüft wird

  • Sichtprüfung von Verteiler, Leitungen, Steckdosen, Schaltern und Abdeckungen
  • Messung des Isolationswiderstands
  • Prüfung von Schutzleiter und Schutzpotenzialausgleich
  • Schleifenimpedanz und Abschaltbedingungen
  • Auslöseprüfung der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
  • Prüfprotokoll mit Messwerten und Mängelbericht

Die wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen richtet sich nach DIN VDE 0105-100. Die Plakette „E-CHECK“ dürfen nur Betriebe vergeben, die dafür beim Elektrohandwerk gelistet sind.

Pflicht oder freiwillig?

  • Selbst genutztes Eigentum: freiwillig.
  • Vermieter: keine ausdrückliche gesetzliche Pflicht, aber Verkehrssicherungspflicht; manche Versicherer verlangen Nachweise.
  • Betriebe: Prüfpflicht nach DGUV Vorschrift 3 mit festen Richtwerten. Mehr dazu
  • Vor Änderungen: Der VDE FNN empfiehlt vor jeder Änderung oder Erweiterung eines Zählerplatzes eine Prüfung, etwa in Form eines E-Checks.

Kosten

ObjektRichtwert
Wohnungca. 120–220 €
Einfamilienhausca. 180–380 €
Spannen laut Branchenportalen 2026. Maßgeblich sind Zahl der Stromkreise und Zustand der Anlage.

Wann er sich lohnt

  • vor Vermietung oder bei Mieterwechsel
  • vor dem Kauf einer gebrauchten Immobilie
  • vor Wallbox, Wärmepumpe oder PV-Anlage
  • nach Wasserschaden, Brand oder Umbau durch Dritte
  • bei Altbauten ohne FI-Schutz
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Häufige Fragen

Wie oft sollten Vermieter prüfen lassen?
Eine feste gesetzliche Frist gibt es für Privatvermieter nicht. Häufig empfohlen wird ein Abstand von etwa vier Jahren, angelehnt an die Richtwerte für ortsfeste Anlagen in Betrieben.
Ist der E-Check dasselbe wie die DGUV-V3-Prüfung?
Die Messungen sind ähnlich. Die DGUV V3 gilt für Betriebe und deren Arbeitgeberpflichten. E-CHECK ist ein Prüfsiegel des Elektrohandwerks für Anlagen in Wohnungen, Häusern und Betrieben.

Quellen

  1. BerufExperten: E-Check Preise 2026
  2. VDE FNN Hinweis „Zählerplätze in Bestandsanlagen“ (2023), Abschnitt 6.1
  3. DGUV Vorschrift 3 (für Betriebe)

Alle Angaben ohne Gewähr. Regeln und Preise ändern sich; maßgeblich sind die Vorgaben Ihres Netzbetreibers und die aktuellen Normen.

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