KNX: Kosten im Neubau und beim Nachrüsten
Was KNX im Einfamilienhaus kostet: Richtwerte für Basis und Komfort, Aufteilung auf Hardware und Arbeit, Nachrüsten mit KNX RF und wann sich KNX lohnt.
- Für ein Einfamilienhaus im Neubau nennen Fachportale für KNX meist 10.000 bis 25.000 €, je nach Funktionsumfang.
- Gut die Hälfte entfällt auf Arbeit: Installation, Programmierung (ETS) und Inbetriebnahme.
- Im Neubau oder bei einer Kernsanierung ist KNX am wirtschaftlichsten; im bewohnten Bestand hilft KNX RF (Funk).
- Laut Verbraucherzentrale lohnen sich kabelgebundene Systeme vor allem bei Neubau oder ohnehin anstehender Renovierung.
Kurze Antwort
KNX ist der offene Standard für kabelgebundene Gebäudeautomation: Licht, Rollläden, Heizung, Lüftung und Energie hängen an einer gemeinsamen Busleitung. Für ein Einfamilienhaus im Neubau nennen Fachportale für die KNX-Leistungen meist 10.000 bis 25.000 €, je nach Umfang. Am wirtschaftlichsten ist KNX, wenn die Wände ohnehin offen sind: im Neubau oder bei einer Kernsanierung. Das sagt auch die Verbraucherzentrale über kabelgebundene Systeme.
Kosten im Einfamilienhaus
| Ausbaustufe | Typische Funktionen | Kosten (Richtwerte) |
|---|---|---|
| Basis | Licht und Rollläden | ca. 8.000–12.000 € |
| Komfort | zusätzlich Dimmen, Heizung je Raum, Szenen, Präsenzmelder | ca. 15.000–25.000 € |
| Funk im Bestand (zum Vergleich) | Licht, Heizung, Rollläden per Funk | ca. 3.000–8.000 € |
Wofür das Geld ausgegeben wird
- Hardware (Netzteil, Aktoren im Verteiler, Taster, Präsenzmelder, Wetterstation): etwa 20 bis 30 %.
- Leitungen und Material: Busleitung zusätzlich zur 230-V-Installation, größerer Verteiler.
- Arbeit: Installation, Programmierung in der ETS und Inbetriebnahme, zusammen rund 40 bis 55 %. Für die Programmierung rechnen Fachportale mit 40 bis 60 Stunden im Einfamilienhaus.
Den größten Hebel haben die Taster: Designserien mit Display kosten ein Vielfaches einfacher Tastsensoren. Wer hier spart, behält trotzdem die volle Logik im Verteiler.
KNX nachrüsten
Im bewohnten Bestand ist eine Busleitung zu jedem Taster aufwendig: Schlitze, Putz, Maler. Fachportale nennen für die kabelgebundene Nachrüstung eines Einfamilienhauses deshalb deutlich höhere Gesamtkosten als im Neubau. Praktische Wege sind:
- KNX RF: Funk-Komponenten im KNX-Standard, gekoppelt an den Bus im Verteiler.
- Zentral im Verteiler: Wo die vorhandenen Leitungen im Verteiler zusammenlaufen, übernehmen KNX-Aktoren dort die Steuerung.
- Raum für Raum: bei jeder Renovierung Busleitung mitverlegen und schrittweise umstellen.
Wann sich KNX lohnt
- Neubau und Kernsanierung, wenn die Leitungen ohnehin neu kommen.
- Häuser mit vielen Rollläden, Heizkreisen und Lichtgruppen.
- PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox sollen zusammenspielen.
- Gewerbe, Büros und Mehrfamilienhäuser, in denen sich Nutzungen ändern.
Worauf es bei der Planung ankommt
- Funktionsliste je Raum, bevor die Leitungen verlegt werden.
- Verteiler mit Reserve, etwa 30 % Platz für spätere Aktoren.
- Leerrohre und tiefe Dosen, auch dort, wo heute noch nichts geplant ist.
- Dokumentation der Gruppenadressen, damit die Anlage auch in 20 Jahren wartbar bleibt.
Wie viel Ausstattung im Neubau sinnvoll ist, beschreibt die RAL-RG 678 mit eigenen „plus“-Stufen für Gebäudesystemtechnik; siehe Elektroinstallation im Neubau.
Planung, Installation und Programmierung mit der ETS durch unseren Elektromeister Tomasz Gawlik. KNX & Smart Home
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zu Funk-Systemen?
Kann ich später erweitern?
Wer programmiert die Anlage?
Quellen
- Verbraucherzentrale: Smart Home – das intelligente Zuhause
- listando: Smart Home Installation, Kosten 2026
- elektriker-suche.de: KNX Installation Kosten 2026
- ESTADA: KNX-Kosten im Neubau (Beispielrechnung)
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