Hydraulischer Abgleich: Kosten, Verfahren, Förderung
Was beim hydraulischen Abgleich passiert, was Verfahren A und B kosten, wann er Pflicht für die Förderung ist und wie das BAFA ihn bezuschusst.
- Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper genau so viel warmes Wasser bekommt, wie der Raum braucht.
- Für KfW- und BAFA-Förderung ist Verfahren B mit raumweiser Berechnung Pflicht.
- Kosten im Einfamilienhaus laut ADAC: Verfahren A ca. 650–850 €, Verfahren B ca. 650–1.200 €.
- Als Einzelmaßnahme fördert der Bund die Heizungsoptimierung mit 15 %, mit Sanierungsfahrplan 20 %.
Kurze Antwort
Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizung so eingestellt, dass jeder Raum genau die Wärme bekommt, die er braucht: nicht mehr in den Räumen nahe der Pumpe, nicht zu wenig in den entfernten. Das spart Energie und Pumpenstrom und ist die Grundlage dafür, dass eine Wärmepumpe effizient läuft. Im Einfamilienhaus kostet er nach Verfahren B laut ADAC rund 650 bis 1.200 €. Für die Heizungsförderung von KfW und BAFA ist er Voraussetzung.
Was beim Abgleich passiert
- Heizlast je Raum berechnen: Wie viel Wärme verliert jeder Raum an einem kalten Tag?
- Heizkörper prüfen: Schafft jeder Heizkörper diese Leistung bei der geplanten Vorlauftemperatur?
- Ventile einstellen: Voreinstellbare Thermostatventile begrenzen den Durchfluss je Heizkörper; alte Ventile werden dafür oft getauscht.
- Pumpe und Heizkurve anpassen: Pumpendruck und Vorlauftemperatur werden auf das Ergebnis eingestellt.
Verfahren A und B
| Verfahren A | Verfahren B | |
|---|---|---|
| Grundlage | Näherung über Raumflächen und Gebäudedaten | raumweise Heizlastberechnung |
| Genauigkeit | überschlägig | genau |
| Förderfähig | nein | ja, Pflicht für KfW und BAFA |
| Kosten Einfamilienhaus | ca. 650–850 € | ca. 650–1.200 € |
Kosten
Der Preis hängt vor allem von der Zahl der Heizkörper und vom Zustand der Ventile ab. Müssen Thermostatventile oder eine alte, ungeregelte Heizungspumpe getauscht werden, wird es teurer, die Einsparung aber auch größer. Laut ADAC amortisiert sich der Abgleich meist nach drei bis fünf Jahren.
Wann der Abgleich Voraussetzung ist
- Heizungstausch mit KfW-Förderung: Die KfW fördert den Einbau einer neuen Heizung nur zusammen mit einer Optimierung des gesamten Heizungsverteilsystems, einschließlich hydraulischem Abgleich.
- BAFA-Einzelmaßnahmen: Gefördert wird nur, wenn das Heizungssystem nach Verfahren B abgeglichen ist, dokumentiert mit dem Formular der VdZ.
- Wärmepumpe: Ohne Abgleich braucht sie höhere Vorlauftemperaturen und arbeitet weniger effizient.
Förderung als Einzelmaßnahme
Auch ohne Heizungstausch fördert der Bund die Heizungsoptimierung über das BAFA: 15 % der förderfähigen Kosten, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) 20 %. Gefördert werden Bestandsgebäude mit höchstens fünf Wohneinheiten, deren Wärmeerzeuger älter als zwei Jahre und, bei fossilen Brennstoffen, nicht älter als 20 Jahre ist. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
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Häufige Fragen
Kann ich den hydraulischen Abgleich selbst machen?
Wie lange dauert der Abgleich?
Lohnt er sich auch ohne neue Heizung?
Quellen
- ADAC: Hydraulischer Abgleich – Pflicht, Kosten und Förderung
- BAFA: Heizungsoptimierung (Wohngebäude)
- BMWE / energiewechsel.de: Förderung der Heizungsoptimierung
- KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458)
- Verbraucherzentrale: Hydraulischer Abgleich
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