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Ratgeber · Sanierung

Fußbodenheizung nachrüsten: Systeme und Kosten

Fußbodenheizung im Altbau nachrüsten: Einfräsen, Trocken- oder Nasssystem, Kosten je m², Voraussetzungen und Kombination mit der Wärmepumpe.

Stand: 10. Oktober 20266 Min. LesezeitVon der Redaktion der Jagiera Bau GmbH, Elektro-Meisterbetrieb in BerlinFachlich geprüft von Tomasz Gawlik, Elektromeister
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Fußbodenheizung lässt sich auch im Altbau nachrüsten: eingefräst in den vorhandenen Estrich, als Trockensystem oder als Nasssystem mit neuem Estrich.
  • Eingefräst kostet sie laut co2online etwa 30 bis 120 € je m²; Trocken- und Nasssysteme liegen laut Fachportalen bei ca. 60 bis 140 € je m².
  • Für die Wärmepumpe ist sie ideal, weil sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommt.

Kurze Antwort

Ja, eine Fußbodenheizung lässt sich nachrüsten, auch im Altbau. Am wenigsten Aufbauhöhe braucht das Einfräsen der Heizrohre in den vorhandenen Estrich; laut co2online kostet das etwa 30 bis 120 € je Quadratmeter. Bei Trocken- oder Nasssystemen mit neuem Bodenaufbau rechnen Fachportale mit rund 60 bis 140 € je Quadratmeter, jeweils ohne Bodenbelag. Sinnvoll ist das vor allem, wenn der Boden ohnehin erneuert wird oder eine Wärmepumpe kommt.

Die drei Systeme

SystemSo funktioniert esGut für
EinfräsenKanäle werden in den vorhandenen, tragfähigen Estrich gefräst, Rohre eingelegt und verfüllt.Altbau mit gutem Estrich, kaum zusätzliche Aufbauhöhe
TrockensystemRohre liegen in Systemplatten auf dem Boden, darüber Trockenestrich.Holzbalkendecken, geringe Aufbauhöhe, schnelle Nutzung
NasssystemRohre auf Dämmung, darüber neuer Zementestrich.Kernsanierung mit neuem Bodenaufbau

Kosten

SystemKosten je m²Quelle
Eingefräst, wassergeführtca. 30–120 €co2online
Nasssystem nachträglichca. 60–120 €mein-eigenheim.de
Trockensystem nachträglichca. 80–140 €mein-eigenheim.de
Ohne neuen Bodenbelag, ohne Anpassung von Türen und Heizungsverteiler. Spannen je nach Verlegeabstand, Fläche und Untergrund.

Voraussetzungen im Altbau

  • Estrich: Zum Einfräsen muss er tragfähig und dick genug sein; das prüfen wir vorab.
  • Aufbauhöhe: Trocken- und Nasssysteme erhöhen den Boden, Türen und Übergänge müssen angepasst werden.
  • Dämmung nach unten: Über unbeheiztem Keller sonst geht Wärme nach unten verloren.
  • Bodenbelag: Fliesen und Stein leiten Wärme gut, dicke Teppiche bremsen sie.
  • Heizkreisverteiler und Regelung: je Raum ein Heizkreis mit Stellantrieb, eingebunden in den hydraulischen Abgleich.

Mit Wärmepumpe kombinieren

Flächenheizungen sind laut Verbraucherzentrale ideal für die Wärmepumpe, weil die große Fläche mit niedrigen Temperaturen auskommt. Nötig ist sie aber nicht: Ausreichend große Heizkörper funktionieren ebenfalls, siehe Heizkörper für die Wärmepumpe. Für die Stellantriebe und die Regelung braucht die Fußbodenheizung außerdem Strom am Heizkreisverteiler; das planen wir als Elektro-Meisterbetrieb gleich mit.

Fußbodenheizung im Zuge der Sanierung

Boden, Heizung und Elektrik in einem Projekt, mit SHK-Meister im Team. Heizung & Sanitär · Wohnungssanierung

Häufige Fragen

Kann ich die Fußbodenheizung nur in einzelnen Räumen nachrüsten?
Ja, zum Beispiel im Bad oder im Wohnbereich. Die übrigen Räume bleiben bei Heizkörpern. Wichtig ist, dass beide Heizkreise hydraulisch sauber eingebunden und abgeglichen werden.
Wie lange dauert das Einfräsen?
Das Fräsen selbst geht schnell, dazu kommen Verlegen, Verfüllen und der neue Bodenbelag. Wie lange ein Raum nicht nutzbar ist, hängt vom System und vom Belag ab; das planen wir im Angebot.
Ist eine elektrische Fußbodenheizung eine Alternative?
Für einzelne Räume wie ein Bad als Zusatzheizung ja. Als Hauptheizung mit hohem Stromverbrauch ist sie keine sinnvolle Alternative zur wassergeführten Fußbodenheizung an der Wärmepumpe.

Quellen

  1. co2online: Kosten einer Fußbodenheizung
  2. mein-eigenheim.de: Fußbodenheizung nachrüsten im Altbau – Systeme und Kosten
  3. Verbraucherzentrale: Wärmepumpe im Eigenheim – welche Voraussetzungen muss mein Haus erfüllen?

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